
Geografie
Geografie: Europa zu Füßen – die begehbare Hölzel-Europakarte
Eine Karte zum Begehen: Europa liegt nun den Schülerinnen und Schülern des BRG Wels buchstäblich zu Füßen. Dank einer begehbaren Europakarte aus den beliebten Hölzel Atlanten. Interessante Fakten zur Entstehung einer solchen Karte finden Sie im Beitrag.
Mag. Johannes Mayer - 12. Juni 2024
Eine Europakarte zum Begehen: Europa liegt den Schülerinnen und Schülern des BG Wels nun buchstäblich zu Füßen. Interessante Fakten zur Entstehung der begehbaren Hölzel-Europakarte hier:
Die topografische Karte von Europa, die sich nun aufgebläht über rund 60 Quadratmeter Bodenfläche erstreckt, ist nahezu exakt dieselbe Karte, welche die Schüler und Schülerinnen in ihrem Hölzel-Schulatlas vorfinden. Nur ist sie nun mindestens 20-mal breiter! Die Fläche, die nun abgedeckt wird, könnte man nur erreichen, indem man 400 gleiche Hölzel-Atlanten aufgedeckt aneinanderlegt, 20 in der Breite nebeneinander und 20 untereinander in der Höhe. Statt 400 idente Europakarten gibt es hier allerdings nur eine einzige, jedoch viel größere Karte unseres Kontinents.
Die Karte im Atlas betrachten die Schüler und Schülerinnen aus einer kurzen Leseentfernung von 35 cm oder weniger. Zwischen Wien und der nahen slowakischen Hauptstadt Bratislava passt da nicht einmal eine Fingerbreite. Eine Schülerin, die auf der begehbaren Europakarte auf Wien steht, sieht Bratislava etwa eineinhalb Meter unter sich. Um von Wien nach Bratislava zu wechseln, ist ein Minischritt notwendig – denn diese Stadt liegt schon 10 cm weiter östlich. Um zur weiter entfernten Hauptstadt von Ungarn zu wechseln, ist schon ein größerer Schritt notwendig. Sich auf den Boden zu legen, um die Karte genauer zu studieren, ist nicht sinnvoll, denn man sieht aus dieser Perspektive nicht mehr, keine neuen Details und man verliert den Überblick.

Die begehbare Europakarte von Hölzel | Aula des BG Wels | Bilder mit freundlicher Genehmigung des BG Wels und Fr. Dir. Karin Schachner
Im Gesamtbild fallen sofort die unterschiedlichen Flächenfarben auf. Die Blautöne grenzen das Meer vom Land ab, die Grüntöne markieren die Tiefländer und die Rotbrauntöne lassen die Gebirge optisch hervortreten. Eine schwarze Schummerung unterstützt die plastische Reliefenergie der Gebirge, sodass manch einer meinen könnte, der Boden unter sich wäre nicht völlig glatt und eben, sondern etwas aufgeraut und erhaben. Etwas in den Hintergrund geraten die violetten Staatsgrenzen und dünnen Schriftzüge für die Staatennamen. Zwischen den Staaten der Europäischen Union gibt es überhaupt nur dünne gerissene Grenzlinien. Schließlich ist es keine politische Karte und wir wünschen uns ja alle ein Europa ohne Innengrenzen …
Um weitere Details in der Karte zu entdecken, muss man bei der Begehung aufmerksam schauen, was es zu entdecken gibt: Flüsse, deren Verlauf und Namen man erforschen kann, Städte mit ihren Namen und Größenstufen, Gebirge und ihre Bergnamen oder verstreute Inseln um Europa herum … Wir empfehlen, einmal einen großen Fluss von der Mündung bis zur Ursprungsquelle zu verfolgen. Wie viele Schritte sind etwa notwendig, um von der Donaumündung ins Schwarze Meer durch die 10 Donauländer bis zur Schwarzwaldquelle in Deutschland zu gelangen? 5, 8 oder 12 Schritte?

Begehbare Europakarte | Hölzel Atlas | (c) Hölzel Verlag